parallax

BMW M8 Competition xDrive F91 

600 PS | 750 NM | 2.010 kg

228 km/h | 1,3 g (quer) | -1,3 g (längs)

2:09,6

KURZCHARAKTERISTIK
Das BMW M8 Competition Cabriolet stellt die Speerspitze der M-Reihe von BMW dar. Sein mächtiger V8-Motor katapultiert das starke Cabriolet zügig voran, lädt aber dank seines adaptiven Fahrwerks genauso zum gemütlichen Cruisen am Wochenende ein, wenn die ganze Familie Platz genommen hat.

TESTBEDINGUNGEN

  • Wetter: 21 °C, sonnig
  • Wagenbesetzung Personen: 2

Testwerte

  • Rundenzeit Pannonia Ring: 2:09,6
  • Topspeed: 228 km/h

ABWEICHUNGEN ZUR SERIE
keine

Technik

  • Motor / Zylinder / Hubraum: Benzin / V8 / 4.395 ccm
  • Nennleistung: 600 PS bei 6.000 rpm
  • Max. Drehmoment: 750 Nm 
  • Motorbauart: Bi-Turbo
  • Antrieb / Getriebe: Allradantrieb xDrive / 8-Stufen-Automatik
  • Leergewicht: 2.010 kg
  • Leistungsgewicht: 3,36 kg/PS
  • Reifen: MICHELIN PILOT Sport 4 | VA 275/35 ZR 20 | HA 285/35 ZR 20

FAHRLEISTUNGEN (WERKSANGABEN)

  • Topspeed: 250 km/h 
  • 0-100 km/h: 3,3 sec

LISTENPREIS 
ab EUR 221.300,00,--

Markos Statement

Beim Betrachten der Eckdaten stechen zwei Dinge sofort ins Auge: Leistung und Drehmoment fallen mit 600 PS und 750 Nm ausgesprochen hoch aus, das Gewicht von über 2 Tonnen allerdings ebenso. Traktionstechnisch stellt der Allradantrieb des M8 sicherlich ein Vorteil im Vergleich zu leistungsstarken Hecktrieblern wie z.B. der Corvette da, welche dafür fast 500kg weniger auf die Waage bringt. Ich war also gespannt, wo sich der heutige Testkandidat in unserer HOTLAP-Liste einreihen würde. Am ehesten vergleichbar was Leistung und Antrieb betrifft: der Mercedes AMG E 63 S den ich bereits am Pannonia Ring testen durfte und der ebenfalls dem Gewicht Tribut zollen musste. Man darf allerdings nicht vergessen, dass weder der AMG E 63 noch der BMW M8 vorrangig für die Rennstrecke konzipiert wurden, sondern von ihren Besitzern vorwiegend im Alltag bewegt werden und entsprechenden Komfortansprüchen gerecht werden müssen.

Der 4,4 Liter V8 macht sich beim Starten deutlich bemerkbar und sorgt für kräftigen Sound, wenn auch nicht ganz so mächtig wie die AMG-8-Zylinder-Motoren. An der Ergonomie und Bedienung gibt es, wie bei BMW gewohnt nichts auszusetzen und auch die Bremsanlage legt sich ordentlich ins Zeug und zeigt keinerlei Schwächen. Dass die verbaute ZF 8-Gang-Automatik zur Zeit eine der besten am Markt ist, beweist sie auch im BMW. Die Komfortauslegung macht sich auf der Rennstrecke leider in zweierlei Hinsicht bemerkbar: Beim Einlenken in den Kurven bedarf es einer kundigen und gefühlvollen Hand, da das M8 Cabrio jegliche etwas härtere Lenkbewegung sofort mit extremem Untersteuern quittiert, wobei diese Überempfindlichkeit im konkreten Fall evtl. auf die nicht mehr ganz neuen Pneus zurückzuführen waren. Fast schlimmer auf dem Rundkurs des Pannoniarings ist jedoch die komofortorientierte, weiche Abstimmung von Federn und Dämpfern: das daraus resultierende Rollen um die Längsachse führt in weiterer Folge zu einem Rutschen des Fahrzeugs im Grenzbereich. In Kombination mit der bauartbedingten geringeren Steifigkeit des Cabrios, im Vergleich zu seinen verlöteten Geschwistern, kommt hier leider kein wirkliches „Rennstreckenfeeling“ auf. FAZIT: Das M8 Cabrio besticht durch einen tollen Sound, einem souveränen V8-Motor und verwöhnt seine Besitzer mit allem erdenklichem Komfort. Ebenso beeindruckend ist der Vorschub des kräftigen Triebwerks. Man kann mit dem M8 Cabrio daher jede Menge Spaß haben und mit einer Rundenzeit von 2:09,6 lässt es so einige Sportwagen hinter sich. Trotzdem wird die Fahrt zur Rennstrecke mehr Spaß bereiten als die Fahrt auf selbiger, denn das M8 Cabrio ist eher ein flotter Gran Tourismo denn ein Tracktool.